Bei idealen Wasserständen und einem Wetter das dem Start der Kleinflusssaison nur würdig war, trafen wir uns am Sonntag den 13.12.2009 um 8.00 h am Bootshaus. Die erste Tour führte uns in die Ardennen, genauer zur Salm. Für die Leser, die die Salm noch nicht kennen. Die Salm ist ein sehr unterhaltsamer Wildbach mit einem stetigen Gefälle. Sie zeichnet sich durch permanente Schwallstrecken und Verblockungen aus und führt durch ein sehr ansprechendes Tal, das teilweise Schluchtencharakter hat. Darüber hinaus ist sie sehr kurvenreich, ein genaues Fahren ist hier schon angemessen. Sie entspringt im Hohen Venn und Mündet in Trois Ponts in die Ambléve. Sie hat eine gesamt Länge von ca. 27 km. Für uns ist die Salm ab Vielsalm befahrbar. Hier geht es auch direkt flott los. So war auch ein neuer Kleinflussheld sehr überrascht, wie schnell doch die Steine auf einen zukommen. Unsere Strecke war die eigentliche Standartstrecke. Von der Staumauer in Vielsalm bis Coo (Ambléve). In Coo ist eine offizielle Ausstiegsstelle mit einem großen Parkplatz. Bitte auch hier aussteigen, eine Weiterfahrt kann unter Umständen sehr schmerzhaft sein. In Vielsalm angekommen, wurden wir von leichtem Schneefall empfangen, der aber sehr schnell nachließ. Nun der Standard, abladen und Bus ans Ziel bringen. Und nun konnten wir die Salm in vollen Zügen genießen und noch an der ein oder anderen Spielstelle etwas surfen. Unterwegs überholten wir noch eine Gruppe Belgier, die in einem Raft unterwegs waren. Ein uns bekannter Raftguide war nicht an Board. Wir wunderten uns nur, wie die durch so manch eine Engstelle mit dem Raft gekommen sind. Nach ca. der halben Strecke musste erst einmal gerastet werden, wir waren ja schon einige Zeit unterwegs. Bei der Pause wurden dann auch schon die ersten Erlebnisse ausgetauscht und noch ein paar Tipps weiter gegeben. Gestärkt ging es nun weiter. Auf einem Bach wie die Salm, ist die Fahrt natürlich sehr kurzweilig und wir erreichten sehr schnell unser Ziel. Doch leider etwas zu früh als geplant, denn unsere Standheizung lief noch nicht, sehr zum leid unserer Youngster Felix und Marco. Den beiden war alles viel zu kalt und zu nass. Komisch eigentlich, denn zwei Helden aus unserer Truppe waren der Meinung, es ist noch nicht zu kalt. Ganz im Gegenteil, sie haben noch mal schnell ein Bad im Bach genommen. Ob freiwillig oder nicht, die Frage lasse ich mal offen. Nun wurden die Boote verladen und wir traten unsere Heimfahrt an. Gegen ca. 18.00 h waren wir wieder in Krefeld. Nach meiner Meinung war die Salm wieder ein Erlebnis. Ein gelungener Saisonauftakt. Noch ein Tipp für die Ardennen. Sie beheimatet sehr schöne Wildbäche, die leider aber zum größten Teil nicht für uns befahrbar sind. Will man dann doch in die Ardennen, so sollte man doch das Merkblatt für Kayakfahrer besorgen oder sich beim DKV Informieren. Anbei noch ein paar Nützliche Internetadressen.
- http:/kayak.environnement.wallonie.be/index_de.htm
- http://www.kanu.de/go/dkv/_ws/mediabase/downloads/freizeitgewaesser/BefahrungsregelungenBelgien.pdf
HIER BILDER VON DER TOUR:


