(Jens Jürgens) Am 26.03. war es wieder soweit: die jährliche Osterfahrt im dem Verein für Kanusport Bayer Leverkusen kam ins Rollen. An Bord: unzählige Kanuten aus Boich, Leverkusen und, selbstredend Krefeld. Dieses Jahr ging es für zwei Wochen zur etwa 1300km entfernten Insel Korsika. Gegen 12:30 sind die ersten Fahrzeuge von Leverkusen aus aufgebrochen. Am Samstagmorgen haben wir uns dann in aller Früher am Fährhafen von Livorno, Italien wiedergetroffen, um geschlossen auf die Fähre zu gehen. Während der etwa 4,5 Stündigen Überfahrt nach Korsika machten sich allmählich die Strapazen der nächtlichen Reise bemerkbar, sodass man es sich auf dem Sonnendeck für ein Nickerchen bequem gemacht hat. Nun ging es also los: Abenteuer Korsika! Von Bastia aus machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz Ernella, welcher etwa auf halber Strecke zwischen Alleria und Corte liegt. Unterwegs mussten wir uns unseren Weg durch Herden von Ziegen und vorbei an Rindern und Pferden bahnen. Am Platz angekommen wurden zunächst das große Küchenzelt, sowie das „Speisezelt“ aufgebaut. Im Anschluss wurde der Rest des Camps aufgebaut: Schlafzelte, Wäscheleinen, ein Volleyballfeld sowie eine große Feuerstelle wurden errichtet.
Sonntag war es dann endlich soweit: Die ersten Bäche wurden befahren. Hierfür wurde, wie auf den Touren üblich die Truppe in acht Gruppen Geteilt: Anfänger, leicht Fortgeschrittene, Erfahrene, Seekayak-Fahrer und Wanderer. So konnte jeder das Machen, was für ihn am ehesten geeignet war.
Uns verschlug es zunächst einmal auf den oberen Tavinanu, welcher ein schöner Einsteigerbach mit Wildwasser II bis III ist. Hier gab es einige kleinere Schwälle, sowie zwei etwas anspruchsvollere Passagen mit größeren Stufen, bei welchen wir den einen oder anderen Schwimmer zu beklagen hatten. Im Anschluss hatten wir noch Gelegenheit mit einer Erlesenen Gruppe aus Erfahrenen Kanuten die Schlucht des Tavinanu zu paddeln, welche mit Wildwasser III bis Wildwasser IV eine kleine Herausforderung darstellte, welche wir mit Bravour gemeistert haben. Zugute kam uns hierbei, dass die Schlucht der „Homerun“ des Campingplatzes war, da sich der Einstieg direkt auf dessen Gelände befand.
Am Montag ging es dann nach einem Ausgiebigen Frühstück aus Baguettes und Müsli auf den Unteren Tavinanu, welcher von ähnlicher Beschaffenheit ist, wie der obere Abschnitt.
Der Dienstag war somit der erste Paddelfreie Tag für die Truppe. Dies hieß nun, dass die Breite Masse Beschäftigungen wie Shoppen, Klettern, Volleyball oder dem klassischen „in der Sonne Chillen“ nachgingen. Für den kleinen Rest wurde eine recht anspruchsvolle Wildwasser-Tour der Schwierigkeit IV bis V angeboten.
Weiter ging es mit Flussabschnitten wie Ponte Leccia bis Ponte Nuovo (WW III (III+), Golo), der Barchetta-Schlucht (WW IV, Golo), dem Vecchio und einigen anderen Flüßen.
Als Highlights wurden für manche Fahrer noch Flüsse wie der Rizzanese, Asco, Travo, Liamone und Taravo gefahren. Während dieser Touren wurde wieder Kletterausflüge, Shoppingtouren und Ähnliches angeboten. Ergänzend zu den bisherigen Aktivitäten kamen nun noch Sachen wie Zugfahrten, Inselrundfahrten und Rollentraining dazu.
Gegen Ende haben wir noch einmal einen Ausgiebigen Strandtag gemacht, während dem wir über das kristallklare Meer zu einer kleinen Insel gepaddelt sind.
An unserem Letzten Tag auf Korsika sind wir dann noch einmal mit allen, die sich in ein Boot getraut haben den Tavinanu gepaddelt.
Doch dann kam unvermeidlich der Tag der Abreise: Nachdem wir bereits am Freitag nach dem Paddeln angefangen hatten, die ersten Zelte abzubauen, ging es nun darum, den Rest des Lagers in den Busen zu verstauen. Hierbei mussten wir leider ein wenig Gepäck zurück lassen, welches zuvor in einem Bus von der Kletterhalle Leverkusen verstaut wurde. An diesem Bus ist leider nach einer Tour ein Teil der vorderen Blattfedern gebrochen, sodass eine Weiterfahrt undenkbar war. Nach einigem Stapeln und Quetschen hatten wir dann jedoch den größten Teil an Bord, sodass wir gegen 12:00 Uhr in Richtung Bastia aufbrechen konnten.
Während der etwa fünf-Stündigen Rückfahrt wurde sich die Zeit mit Heiterem Fangen-Spielen, Kartenspielen oder mit einfach in der Sonne liegen vertrieben. Als kleinen Snack gab es frische Baguettes und Frikadellen. Als abschließendes kleines Highlight der Fähr-Tour zeigte sich auf etwa halber Strecke zwischen Bastia und Livorno ein „kleiner“ Wahl.
Nun ging es an die Lange und beschwerliche Rückreise mit den Bussen. Fast schien es, als würde es eine Tour werden, auf der Hansi nicht von irgendwelchen Irrtümern oder Pannen heimgesucht wird. Doch dann kam, was kommen musste: Hansi lief Trocken und musste darauf warten, dass ihm jemand anderes neuen Diesel bringt. Gegen 10:00 Uhr kam dann auch der letzte Wagen an, so dass man die Fahrzeuge entladen konnte. Abschließend gab es noch für die hungrigen ein kleines Frühstück im Bootshaus.




